Schmerzarten

Kleine Schmerz-Kunde

Ich habe dazu jetzt keine medizinische Ausbildung und erkläre es sehr einfach. Jeder

Mensch kann Schmerz als Lust empfinden. Das Gehirn gibt den Befehl Adrenalin

freizusetzen z.B. bei Aufregung, Schmerz und/oder Angst. Genauso geht es bei dem

Hormon Endorphin, also unser Belohnungs- oder Glückshormon. Beide Gefühle

liegen dicht beieinander. Wird eins der beiden hervorgerufen, so kann das Gehirn in

einem bestimmten Überschneidungsbereich nicht mehr differenzieren, welches

Hormon ausgeschüttet werden soll und aktiviert beide. Es muss zuvor immer eins der

beiden Gefühle angesprochen werden.


Lustschmerz

Dieser Schmerz funktioniert immer nur, wenn bereits Lust da ist. Kein e Sub fände es

geil, wenn sie/er im Alltag unerwartet eine Peitsche trifft, oder werden die stärksten

Masos nicht geil, wenn sie beim Nagel in die Wand schlagen, den Daumen treffen.

Lustschmerz funktioniert immer nur mit Lust.Übrigens haben wir dasselbe Phänomen, nur durch den Schmerz hervorgerufen, auch bei Leistungssportlern, die sehr gerne das Word Flow dafür benutzen. Wenn Sie über ihre Grenzen hinausgehen, es einfach irgendwann nicht mehr wehtut und man immer weiter machte.


Im Grunde ist es der Subspace, nur eben durch den eigenen Willen

erreicht, im Gegensatz zu einem BDSMler.

Wir erreichen ihn durch Lust und Schmerz in der optimalen Mischung, oder auch durch Angst und Demut.

Der Sportler erreicht ihn in dem er über den Schmerz hinausgeht.

Der Subspace ist also eine Art Drogenrausch. Hervorgerufen durch die zwei größten

Körperdrogen, Adrenalin und Endorphin, die im gleichen Verhältnis ausgeschüttet

werden. Dadurch wird das passive Denken quasi ausgeschaltet.

Wirst du in dem Moment angesprochen, reagierst du, aber das ganze Hintergrunddenken wird

ausgeblendet. Dieser Zustand kann extrem erregend und entspannend sein. Dies ist

der Zustand, den die meisten devoten und masochistischen Personen versuchen zu

erreichen.

Im Grunde gibt es drei Lust-Schmerzarten

1: schneidender Schmerz:

Er ist eher oberflächlich, aber hat präzise Linien. Der Schmerz streut nicht. Aus dem

Haussexgebrauch z.b. Fingernägel und leichte Bisse

2: brennender, oberflächiger Schmerz:

z.b. ein Schlag mit der flachen Hand

3: dumpfer, pochender Schmerz:

Bei diesem Schmerz werden die Hautschichten durchdrungen, es wird auf den Muskel

geschlagen. Dadurch kommt erst ein schneidender oder brennender Schmerz und

gefühlte zwei Sekunden später kommt der dumpfe bzw. pochende Schmerz.


Da unser Körper im Regelfall immer nur einen Schmerz aktiv wahrnehmen kann, löst

jeder neue Schmerz den älteren ab, wodurch z.b. beim muskulären Schmerz das

Brennen oder Schneiden durch das Pochen ersetzt wird.

Schlussfolgerung daraus ist: Schlägt Dom mal daneben, so kann er/sie seine n Fehler

zeitnah korrigieren, in dem er/sie einen guten Schlag setzt.

Das Problem ist das, wie bereits gesagt, jeder Mensch kann Schmerz als Lust

empfinden, sofern er es zulässt. Wenn sich jemand einredet, es kann einem nicht

gefallen, so wird es einem nicht gefallen. Genauso wie Zucker bitter werden kann,

wenn man es sich nur lang genug einredet.

Meist kann man aber nur eine, maximal zwei Schmerzarten lustvoll empfinden. Die

Intensität, was man aushält und was lustvoll ist, trainiert sich mit der Zeit und ist auch

etwas Tagesform abhängig.

Es gibt auch Leute, die alle drei Schmerzarten mögen. Meistens handelt es sich hier

aber um eine Ausgleichsmaßnahme zur psychischen Bereinigung, wo der Schmerz

eher als Katalysator dient.